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Lauftreff: Run to Kill 100 - 2010

Nachricht vom 14.05.2010

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Lauftreff: allgemein

 

So weit die Füße tragen...

Samstagmorgen, in einem Waldgebiet bei Sibbesse. Mario Reichelt, vom Delligser Lauftreff, und Michael Frenz, aus Berlin, traben über einen Trailpfad. Beide Läufer tragen einen Rucksack und sind warm angezogen. Sie sind Teilnehmer des „Run to Kill100“ eines 100 Meilen Laufs, den der Hildesheimer Michael Neumann ins Leben gerufen hat. Aber noch etwas verbindet die beiden Läufer: Sie kämpfen mit dem Schlaf. Es ist vor allem die Psyche, die bei dieser Belastung stark sein muss. Die Läufer sind Ultra- und Marathonerfahren, haben lange Läufe schon in wesentlich schnellerem Tempo absolviert. Was hier zählt ist allein das Durchhalten über die gewaltige Streckendistanz, die zusätzlich noch mehr als 4000 Höhenmeter für die Teilnehmer bereithält. Seit über 11 Stunden sind Reichelt und Frenz unterwegs. Etwa 100 Kilometer haben sie in dieser Zeit geschafft. Vornehmlich über Wald-, Trail-, und Schotterwege.

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Mario hat seinen gesamten “Hausrat” am Mann.

 
In diesem Jahr haben sich 12 Läufer auf die 160 Kilometer lange Strecke gemacht. Die führt, von Hildesheim aus, zunächst durch den Hildesheimer Wald. Danach geht es Richtung Sibbesse und dort, in einer großen Runde, durch die Sieben Berge. Wieder zurück in Hildesheim ist die Hälfte geschafft, dann geht es noch einmal auf die Runde. Einige der Läufer, so auch Mario Reichelt, sind vor allem auf die zwei Wertungspunkte scharf, die dieser Lauf für die Anmeldung beim Mont Blanc Ultra Trail bereit hält. Nur wer fünf Punkte bei schwierigsten Läufen sammelt, erhält die Startberechtigung für die Umrundung des Mont Blanc mit einem Zeitlimit von 48 Stunden und gewaltigen 8000 Höhenmetern.

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Asphaltwege waren die Ausnahme. Mario und Michael Frenz unterwegs.

 
Aber daran denkt Mario Reichelt momentan nicht. Für ihn ist vor allem eines wichtig: Langsam zu laufen! Bei dieser langen Strecke kann eine Überschätzung der eigenen Kondition fatale Folgen haben. Die Beine beginnen zu schmerzen, später wird jeder Muskel und jede Sehne des Körpers ihre Unzufriedenheit über diese gnadenlose Belastung an das Gehirn des Läufers melden. Ans Aufgeben denkt Mario Reichelt jedoch keine Sekunde lang. Die langen, heftigen Anstiege werden im Trabschritt absolviert. Laufen bringt hier keinen großen Zeitgewinn und das schnelle Gehen gaukelt dem Geist ein wenig Entspannung vor. Im Dunkeln müssen die Läufer durch die Wälder laufen. Das erweist sich jedoch als relativ einfach. Die vom Organisator angebrachten 1 x 1 cm großen Leuchtplättchen an den Bäumen sind im Licht der Helmlampe gut zu erkennen. Tagsüber wird es schwieriger. Reichelt und Frenz müssen sich mit der Karte orientieren. Ohne genaues Kartenstudium läuft gar nichts. Drei Mal verfransen sie sich und nehmen kleine Umwege in Kauf, um wieder auf die Strecke zu kommen.

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Kurze Besprechung im Wald.

 

Verpflegung gibt es nur in Sibbesse. Das heißt, ca. alle 30 Kilometer. Das reicht für die Versorgung nicht aus. Also werden im Rucksack Müsliriegel, Schokoriegel und Salzstangen mitgeführt. Zur Mitte des Rennens versucht sich Reichelt an einem Schmalzbrot, aber das ist schneller wieder aus dem Magen draußen, als es hineingekommen ist. Ab da heißt es auf Flüssigverpflegung umzusteigen. Brühe, Iso- und Colagetränke sind jetzt die einzige Nahrung.

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Das Ziel ist in Sicht. Mario und Michael auf dem Weg in Richtung Hildesheim.

 
Immer wieder klingelt das Handy, das Reichelt mitgenommen hat. Seine Lauffreunde, die zur gleichen Zeit beim Helgolandmarathon und beim Rennsteiglauf in Thüringen starten, wollen wissen, wie es dem Lauffreund geht. Auch dieses Mitfühlen der Freunde hilft dem Läufer über manchen Kilometer hinweg. Am Ende heißt es einfach nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen. Frenz und Reichelt liegen auf Platz 2 und 3 des Laufs, als die Meldung kommt, dass der führende Hansi Köhler, nach mehr als 130 Kilometern, ausgestiegen ist. Frenz setzt sich von Reichelt ab und gewinnt den Lauf. Am Ende entscheidet die mentale Stärke über den Sieg. Aber auch Mario Reichelt kann noch kämpfen. Er gibt alles, um unter der 24 Stunden Marke zu bleiben. Nach 23:58 Stunden, als Zweiter der Gesamtwertung, überquert er die Ziellinie. Jetzt heißt es nur noch schlafen, sich erholen, die Beine wieder als normalen Bestandteil des Körpers zu fühlen. Das wird dauern, geht nicht von Heute auf Morgen. Aber Reichelt hat Zeit. Sein Ziel ist der Mont Blanc Trail 2011 und die Voraussetzungen für diesen Lauf hat er jetzt geschafft.

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Geschafft! Glückwunsch Mario, zu der hervorragenden Leistung!

 
Noch ein paar Mal klingelt das Handy. Die Vereinsfreunde wollen wissen, wie es war. Bewunderung und Hochachtung klingt in den Stimmen mit. Aber der ein oder andere Kumpel hat sich auch Sorgen gemacht. Die erfahrenen Delligser Läufer wissen, welche Risiken diese Belastung mit sich bringt. Selbst jetzt, ein paar Tage nach dem „Run to kill“ sind Mario Reichelt die Strapazen noch ins Gesicht geschrieben. Aber der Stolz, diese gewaltige Belastung überstanden zu haben, wiegt die Schmerzen auf. An Laufen ist momentan nicht zu denken. Mario Reichelt hat es geschafft! Er braucht jetzt Ruhe, um Energie für das große Ziel Mont Blanc Ultra Trail 2011 zu tanken.

 

© Thomas Knackstedt

 

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Letztes Update dieser Seite: März 2012.
 

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