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Wanderung rund um Everode

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Wanderführer: Günter Lampe

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oder bei Christa Schmidt, Tel.: 05187/3582

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Lauftreff: Mont Blanc Ultra Trail 2011

Nachricht vom 26.08.2011

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Lauftreff: allgemein

 

Duell in den Bergen

Drei Delligser Läufer beim 170 Kilometer langen Mont-Blanc-Ultra-Trail im Kampf mit den Elementen und der eigenen Psyche.

Am 26.08.2011 startete der Mont-Blanc-Ultra-Trail in Chamonix. Mehr als 2000 Läufer begaben sich auf die hochalpine Strecke, die zu den schwersten Ultraläufen der Welt zählt. Knapp 10.000 Höhenmeter sind auf einem Gelände zu überwinden, das sich zwischen 1600 und 3000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel befindet. Schwerste Bergpassagen mit unglaublichen Steigungs- und Gefällegraden, Schneestürme, Fels und Geröll, sowie unvorhersehbare Streckenänderungen machten den Startern; die sich durch Punkte aus Ultraläufen für den Lauf qualifizieren mussten, das „Laufleben“ unsagbar schwer. Von über 2000 gestarteten Läufer kamen nur 1100 ins Ziel. Mario Reichelt brachte es am Ende des Laufs auf den Punkt: „Ab Kilometer 98 kam es mir so vor, dass es nur noch darum ging einen kaputt zu machen.“ Aber der Reihe nach:

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Gut verpackt in eisigen Höhen: Bruno, Mario und Achim am Start.

 
Insgesamt drei Starter schickte der Delligser Lauftreff ins Rennen. Die erfahrenen Ultraläufer Bruno Kostrewa, Mario Reichelt und Achim Heise. Alle drei hatten sich ihre Meriten bereits in etlichen Starts und unzähligen Trainingskilometern erlaufen. Zu Beginn des Wettkampfes wartete bereits die erste Überraschung. Der Start wurde um 5 Stunden nach hinten verlegt. Eine nahende Unwetterfront ließ die geplante Startzeit nicht zu. So ging es für die Läufer um 23:30 Uhr auf die Strecke. Die ersten drei Stunden, in denen sich das Feld sortierte, regnete es in Strömen. Schon da war den Läufern klar, dass sie ihre „Notbekleidung“, die sie im Rucksack mitführen mussten, später brauchen würden. Dann verwandelte sich der Regen in Schnee, der von einem eiskalten Wind in die Läufergesichter geweht wurde.

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Mario im Anstieg.

 
Bereits nach 25 Kilometern wechselten die meisten Läufer ihre Sachen. Achim Heise hatte sich nach vorn orientiert. Der stärkste Delligser Langstreckler kämpfte sich bis Kilometer 78 über schwer zu laufende Alpentrails. Hinter ihm waren Mario Reichelt und Bruno Kostrewa in der Läufermasse „eingebaut“. Heise kühlte im Schneetreiben auf dem Col de Bolhomme und dem Col de la Seigne stark aus und bekam muskuläre Schwierigkeiten. Die starken Gefällpassagen machten dem Delligser zu schaffen. Am Wechselpunkt wartete er auf Mario Reichelt, um mit ihm das Rennen zusammen weiter zu gestalten. Nach 90 Minuten waren die beiden Delligser zusammen.

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Achim bei Kilometer 55. Da war die Welt noch in Ordnung...

 

Für Bruno Kostrewa war der Wechselpunkt zugleich Endstation des Rennens. Kostrewa gab mit Kreislaufproblemen auf. Sein Laufjahr 2011 verlief nicht so, wie sich der Alfelder im DSC Trikot das gewünscht hätte. Reichelt und Heise kämpften sich weiter durch die Nacht. Ab jetzt ging es im Wechsel 1000 Höhenmeter nach oben und wieder nach unten. Die Belastung für die Läufer ist dabei absolut am Limit. Auf steilen Wurzeltrails war nur noch gehen möglich. Immer wieder erhielten die Läufer per SMS Streckenänderungen vom Veranstalter zugesandt. Das zermürbte das durch die Mühen und die Schlaflosigkeit angekratzte Ego jedes Einzelnen noch mehr. Psychisch und physisch verlangte der Mont-Blanc-Ultra-Trail den Läufern alles ab. Da blieb am Tage auch kaum Zeit einen Blick auf die atemberaubende Landschaft der Alpen zu genießen.

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Schöne Studie: Mario vorher...

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Schöne Studie: Mario nacher.

 
Nach 100 Kilometern war für Achim Heise kein Laufen mehr möglich. Seine Oberschenkel waren völlig überlastet. Er stieg frustriert aus und schickte Mario Reichelt allein weiter. Trotz Knieschmerzen und eisigen Temperaturen nahm Reichelt auch die zweite Nacht in Angriff. Er bewegte sich stets zwei Stunden vor der zeitlichen Grenze, an der die Läufer an den Kontrollpunkten aus dem Feld genommen wurden. Die Streckenänderungen wurden jetzt immer chaotischer und Reichelt wusste nie genau, wo er sich genau auf der Strecke befand. Auf Kilometerangaben war mittlerweile kein Verlass mehr. Während Heise und Kostrewa „ihre Wunden leckten“ näherte sich Reichelt Stück für Stück dem Ziel.

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Bald geschafft. Noch 15 Kilometer.

 
In einer Mischung aus Willensstärke und Ärger über die ständigen Veränderungen der Strecke durch den Veranstalter mobilisierte Reichelt all seine Ausdauerqualitäten über die er verfügte. Zum Schluss, nach knapp 43 Stunden Quälerei, belohnte ein langer Zieleinlauf mit vielen Zuschauern den Delligser für seine unglaubliche Anstrengung und die durchstandene Tortur. Sein Fazit am Ende des Laufs: „Das muss ich nicht noch einmal haben. 10.000 Höhenmeter bergauf gern wieder, aber bergab, bei dem Gefälle, nein, auf gar keinen Fall. Ab dem zweiten Teilstück hatte ich das Gefühl, dass es nur noch darum ging, den Willen der Läufer zu brechen. Es ist nur schwer nachvollziehbar, wenn der Veranstalter sagt, dass wegen schechter Wetterbedingungen die Strecke geändert wird und man dann feststellt, dass sie länger, schwerer und mehr Höhenmeter als im ursprünglichen Verlauf hat, und die Läufer dafür zwei Stunden weniger Zeit bekommen.“

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Endlich im Ziel. Mario hat das Ende der Tortur direkt vor Augen.

 
Für die drei Delligser Läufer war der Mont-Blanc-Ultra-Trail die bisher größte Herausforderung ihres Läuferlebens. Das der Lauf schwer ist, war allen klar, dass es jedoch so brutal hart werden würde, ahnten alle drei nicht. Während des Laufs hatten Kostrewa, Heise und Reichelt immer wieder telefonischen Kontakt zu ihren Mitläufern aus der Hilsmulde. Das hat die Delligser immer wieder aufgemuntert. „Das Reden am Telefon lenkte einen von den Schmerzen ab“, sagte Mario Reichelt hinterher. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Für meinen Lauf kann ich letztendlich sagen, dass Willenskraft Berge versetzen kann. Aber Spaß hat das nicht gemacht.“

 

© Thomas Knackstedt

 

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Letztes Update dieser Seite: März 2012.
 

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