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Wanderung rund um Everode

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oder bei Christa Schmidt, Tel.: 05187/3582

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Lauftreff: Int. 100-Kilometer Lauf

Nachricht vom 25.04.2011

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Warten, bis man nicht mehr kann...

Lauftreff allgemein

 
Warten, bis man nicht mehr kann... das ist meine Kurzfassung eines 100-Kilometer-Laufs. Spaß ist etwas völlig anderes; jedenfalls nach meinem persönlichen Empfinden. Ich weiß ja, dass es Typen gibt(ich kenne sogar ein paar persönlich), die scharren voller Vorfreude schon mit den Hufen, wenn sie 100 Kilometer oder mehr laufen dürfen. Ich…das stelle ich hier noch einmal ausdrücklich klar...gehöre nicht zu denen. Ich bin bisher fünf Mal auf die 100-Kilometerstrecke gegangen und will ganz ehrlich sein: Es hat nicht ein einziges Mal Spaß gemacht! Nicht, dass wir uns da falsch verstehen, das Gefühl, die Distanz geschafft zu haben, macht für den Rest des Lebens glücklich, aber der Lauf...

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Am Abend davor: Streckenkenntnis ist die halbe Miete.

 
Ich kenne meine Einstellung genau und frage mich, wieso ich dieses Jahr noch einmal auf die ungeliebte Ultralangstrecke gehe. 2010 wollte ich in Kienbaum meine Bestzeit unter 10 Stunden drücken. Obwohl die Vorbereitung auf Grund von tief verschneiten Wäldern in Niedersachsen, eher suboptimal ausfiel, ging ich das Rennen für meine Verhältnisse zügig an. Bei Kilometer 50 fühlte ich mich klasse, bei 60 lag ich Lichtjahre vor meiner Marschtabelle und bei 80 teilte mir mein Körper mit, dass er an der weiteren Ausführung dieses „Wahnsinnsplans“ nicht mehr teilhaben würde. Okay; fuhren wir halt schon am frühen Nachmittag nach Hause. Eigentlich war das schade, denn Kienbaum hat Flair. Harri Schlegel und Gert Schlarbaum holen dort jedes Jahr eine ganz besondere Läuferschar zusammen.

Ein halbes Jahr nach diesem Fiasko war mir klar: Es lebt sich nicht besonders gut mit offenen Rechnungen; jedenfalls nicht in „meinem“ Läuferleben. Also aktivierte ich Tewes und Jogi, um 2011 noch einmal einen Angriff zu starten. Mittlerweile 50 Jahre alt, hieß die Devise: Ankommen! Zeit? Völlig egal! Aber unter 12 Stunden. Man will ja schließlich nicht aus dem Rennen genommen werden.

So finden wir uns am 22. April 2011 auf der A2 wieder und fahren Richtung Berlin. Das Wetter hat sich abgekühlt, aber im Wagen ist es angenehm warm. Das liegt nicht an der Heizung, sondern an Jogi. Der brennt nämlich lichterloh! Es wird für mich auf immer und ewig ein Rätsel bleiben, wie ein so erfahrener Läufer, der die 50 Lenze schon hinter sich hat, vor einem Lauf so heiß ist wie ein 13jähriger vor der Schulmeisterschaft. Mir sind diese emotionalen Vorfreuden des „läuferischen Lampenfiebers“ irgendwann zwischen 45 und 50 abhanden gekommen. Ich habe sie seitdem oft gesucht, aber bisher nicht wieder finden können. Ich laufe noch immer gern. Doch ich brauche vor einem Marathon nachts nicht mehr drei Mal auf die Toilette und kann sogar schlafen. Das war nicht immer so. Jogi, da bin ich mir sicher(und Tewes übrigens auch) schläft heute Nacht bestimmt nicht.

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Tewes auf Abwegen. Von Heike eiskalt erwischt.

 

Es ist immer wieder abenteuerlich, so nahe an Berlin, durch eine regelrechte Pampa zu fahren. Kaum vorstellbar, dass die Hauptstadt in Schlagweite liegt. Als wir uns in Kienbaum einchecken, genieße ich sofort wieder die familiäre Atmosphäre, die dort herrscht. Wir sind im Osten! Das merkt man. Und wenn man als Läufer im Osten ist, dann ist das immer positiv. Egal ob beim Rennsteig-Supermarathon oder beim Magdeburg Marathon, im Osten sind die Läufe oft liebevoller und mit einer ganzen Prise mehr Herzblut organisiert, als in unseren ach so fortschrittlichen alten Bundesländern. Man fühlt sich als Teil einer Tradition, eines Rituals, irgendwie so als würden Läufer hier einer Art eingeschworenem Geheimbund angehören. Das mag seltsam klingen, fühlt sich aber gut an.

Wir beziehen die Zimmer und freuen uns über die fairen Preise für Startgeld, Essen und Unterkunft. Tewes zappt die Fernsehprogramme durch, während ich schon Mal das Bett teste. Heike und Jogi haben das Zimmer neben uns bezogen. Ich bin froh, dass Heike dabei ist. Sie ist nicht nur Jogis Ehefrau, sondern auch eine exzellente Betreuerin.

Beim Abendbrot sind sie dann alle da: Die Ultraläufer! Die sind anders, ganz sicher. Zähe Typen, die irgendwie immer locker wirken und ganz augenscheinlich die Ruhe weg haben. Ich lasse mich von dem Anblick manch älterer Semester, die auf den ersten Blick vielleicht ein wenig eingerostet wirken, nicht mehr täuschen. Von dem ein oder anderen, der da am Tisch sitzt, werde ich morgen nur die Hacken sehen. Wir essen Nudeln satt und staunen nicht schlecht, als sich drei muntere Gesellen neben uns setzen und einer aus der Sporttasche eine Flasche Rotwein holt. Tewes Augen werden groß, Jogi glaubt nicht, was er sieht und ich kriege Durst. Aber: Ich will morgen ankommen, also werde ich mich noch zurückhalten. Später, auf dem Zimmer, nimmt Tewes zwei Weizen, während ich mich an einem alkoholfreien Bier festhalte. Dann gehen die Lichter aus. Tewes und ich schlafen ausgezeichnet. Mein letzter Gedanke vor dem einschlafen ist: Ob Jogi wohl schläft?

„Man war das laut. Ich konnte nicht schlafen. Habe um halb eins noch eine Runde fern gesehen.“ Ich habe es doch gewusst! Jogi sitzt uns gegenüber und schiebt sich ein Brötchen in den Mund. Ich schaue jetzt besser nicht unter den Tisch, denn ich vermute, dass Jogi die Beine nicht still halten kann. Zum Start sind es schließlich nur noch 90 Minuten. Heike macht den Fahrdienst. Sie kutschiert uns zum Frühstück und zurück. Ich merke jetzt auch Tewes Anspannung. Er läuft heute seinen ersten Hunderter. Jogi hat schon Erfahrung durch einen 24 Stundenlauf, bei dem er über 160 Kilometer zurücklegte. Ich gebe mich keinerlei Illusionen hin. Heute heißt es wieder: Warten! Nur nicht zu schnell loslaufen. Erst mal bis Kilometer 70 kommen. Dort den imaginären Vergleich zwischen dem Gefühl vom letzten Jahr und heute feststellen und dann sehen wir weiter.

Hinter der Startlinie sammeln sich die Läufer. Es regnet leicht. Wir klatschen uns noch einmal ab und wünschen uns Glück. Dann geht es los. Inmitten von ca. 70 Läufern traben wir langsam an. Wir bleiben zusammen, aber ich merke schon, dass Jogi das nicht lange mitmachen wird. Nach einem Kilometer ist es soweit und die Winklerbeine entschwinden. Ich lasse mich hinter Tewes zurückfallen. Bei einem 2:40 Stunden-Marathonläufer muss ich ja nun wirklich nicht mitrennen.

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Tewes unterwegs. Blick aus dem Fenster unseres Zimmers.

 

Nach 10 Kilometern zeigt die Uhr 58 Minuten an. Vielleicht einen Tick zu schnell, aber okay. Direkt in meiner Nähe läuft eine Frau aus der 100-Kilometer-Nationalmannschaft. Das macht mir doch ein wenig Angst. Bin ich vielleicht zu schnell? Ehe ich mir darüber weitere Gedanken machen kann, gehe ich zum WC-Boxenstopp aus dem Rennen und bin danach wieder allein.

Das 5-Kilometer-Rundenlaufen ist für mich kein Nachteil. Klar, es wird eintönig, aber man weiß immer genau, wo die Verpflegungsstände sind. Das ist für mich Gold wert. In jeder Runde trinke ich und esse ein Stück Banane, einen Keks oder einen Kanten Brot. Dazu trinke ich Wasser. So finde ich meinen Trab und klinke mich geistig komplett aus.

Als mir bei Kilometer 33 jemand auf die Schulter klopft, bekomme ich fast einen Herzinfarkt. Jogi läuft neben mir. Ich schaue ihn mit großen Augen an. „Alter Schwede! Du traust dir aber was zu, “ sage ich. Dass er mich jetzt schon überrundet; mir also fünf Kilometer abgenommen hat, finde ich doch ziemlich waghalsig. Bei unserem letzten gemeinsamen Marathon in Magdeburg war er zur Hälfte des Rennens sechs Minuten vor mir, aber bei Kilometer 37 habe ich ihn überholt. Dass mir diese Gedanken genau jetzt durch den Kopf gehen, sage ich Jogi nicht. Wir wechseln noch ein paar Worte, dann ist mein Begleiter mit schnellen Schritten enteilt. „Wenn der jetzt noch Tewes überrundet“, denke ich. Aber nein…so wagemutig kann selbst Jogi nicht sein.

Bis Kilometer 50 läuft alles wie geschmiert. Ich überlege, ob ich bei Kilometer 66 wieder von Jogi überrundet werde, aber dann treffe ich Heike. „Jogi hat Probleme. Ihm tun die Füße weh. Vielleicht steigt er aus.“ Ich fasse es nicht. „Dafür war er aber ganz schön schnell“, erwidere ich. „Manchmal denke ich, er lernt es nicht mehr“, sagt Heike. Ja…sie kennt ihren Mann ganz genau. Ich setze meinen Lauf fort und hole Jogi wieder ein. Der sieht nicht gut aus. Eine halbe Stunde später ist sein Rennen beendet.

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Jogi durchläuft die Zeitnahme.

 
Wenn ich das jetzt so vergleiche: Letztes Jahr bei Kilometer 70 wollte ich nur noch sterben. Heute geht es mir gut. Ich habe gewartet und mich zurückgehalten. Meine Beine sind okay, die Luft spielt auch mit. Aber: Nach dieser elenden Warterei kann ich jetzt trotzdem nicht mehr schneller laufen. Bei Kilometer 80 bin ich mir sicher, dass ich heute ankommen werden. Nach exakt 9 Stunden habe ich noch 10 Kilometer vor mir. Meine Zeit ist ein paar Minuten in den Keller gerutscht, aber das ist kein Problem. Tewes überrundet mich. „Ich hab ganz schön schwere Beine“ gesteht er mir. „Ach was“ entgegne ich. „Woher mag das kommen?“ Wir lachen. Dann flitzt Tewes nach vorn.

Die letzten beiden Runden kann ich tatsächlich etwas genießen. Ich denke an meine Bestzeit. 10:24 Stunden. Die werde ich schaffen. Ich denke an die Bestzeit meines Lieblingskonkurrenten Jürgen. 10:08 Stunden. Die packe ich auch. Das zaubert sogar ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Nebenbei sage ich mir während der beiden letzten Runden immer wieder, dass dies mein letzter Hundertkilometerlauf sein wird. Also: Genieße es!

Tewes ist zu dieser Zeit weder am genießen noch am Lächeln. Er hat sich fest vorgenommen in der letzten Runde, bei Kilometer 96,5 am Verpflegungsstand ein Bier zu trinken. Diesem Vorsatz kommt er auch nach, aber das Bier will ihn nur ein kurzes Stück auf der Laufstrecke begleiten. Dann möchte es wieder nach draußen. So braucht Tewes auf Runde 20 ein paar Extraminuten, ehe er nach 9:29 Stunden ins Ziel kommt. Ich beende das Rennen nach 10:04 Stunden und denke, als ich über die Ziellinie laufe, das was ich immer in so einem Moment denke: Das war’s! Diese Strecke sieht mich nie wieder!

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Feierabend! Ein Klick an der Uhr und die Endzeit steht fest.

 
Heike und Jogi sind sofort mit Getränken und einer Jacke zur Stelle. Gemeinsam gehen wir zurück zur Unterkunft. Tewes ist bereits unter der Dusche. Jetzt bin ich 100 Kilometer gelaufen und kann urplötzlich kaum gehen. Stocksteif stakse ich über den Asphalt. Ich fühle mich schwindlig und mir wird von einer Sekunde zur nächsten unglaublich kalt. Ich denke sofort an meinen ersten Hunderter in Biel zurück. Damals waren wir eine Regennacht durchgelaufen und sind im Ziel halb erfroren angekommen. Ich brauchte Tage, um wieder auf die Beine zu kommen. Das will ich jetzt auf gar keinen Fall haben. So schnell wie möglich geht es unter die Dusche. Ich bin froh, dass Heike und Jogi bei mir sind. Sollte ich am Wegesrand zusammenbrechen, können die Zwei mich tragen. Im Zimmer beglückwünschen Tewes und ich uns gegenseitig. Ihm war genau so kalt wie mir. „Hüpf unter die Dusche“ sagt er, „dann wird es sofort besser.“ Zwei Minuten später merke ich, wie Recht er hatte. Unter den warmen Wasserstrahlen der Dusche verschwindet mein Zittern und ich fühle mich fast gut. Als ich aus der Duschwanne steige, fange ich jedoch gleich wieder zu bibbern an. Nachdem ich in warme Sachen geschlüpft bin und nebenbei einen halben Liter Malzbier ausgetrunken habe, fühlt sich das alles schon sehr viel besser an.

Zwanzig Minuten später gehen wir zum Auto. Ich muss wieder mal feststellen, dass die Organisatoren des Laufs eine ganz besondere Ader für Humor haben. Wie sonst könnte man die Läufer im dritten Stock einquartieren. Tewes humpelt die Treppe vorwärts herunter, ich gehe rückwärts. In jeder anderen Bewegungsform stellt die Treppe momentan ein unüberwindbares Hindernis für mich dar.

Im Auto geht es wieder durch die Pampa. Dann sind wir auf der Autobahn. Tewes reicht Weizenbier herum. Der Lauf ist kaum zwei Stunden her, schon sind wir wieder am Fachsimpeln. Jeder erzählt, wie es ihm auf der Strecke ergangen ist. Wieder einmal erkenne ich, was an so einem Lauf das Schönste ist, nämlich: Das er vorbei ist! Wenn man dann noch ein respektables Ergebnis erzielt hat, wird die Angelegenheit ein Leben lang in der Rubrik „Gute Erinnerungen“ abgelegt. Logischerweise ständig abrufbar.

Das zweite Weizenbier schmeckt noch besser als das erste und wir bekommen Hunger. Nach so einem sportlichen Tag beschließen wir einen Teil der erworbenen Gesundheit bei McDonalds wieder zu ruinieren. Es gibt Pommes mit Chicken Wings und die Stimmung ist bestens. Als wir wieder im Wagen sitzen fühle ich mich warm und verdammt gut. Heike legt den ersten Gang rein und ich denke: Diese Langstrecke musst Du nie wieder laufen! Tewes zieht noch ein Bier aus dem Laderaum und mein nächster Gedanke ist: Aber irgendwie war es ja doch schön. Und Kienbaum hat was…keine Frage. Aber…nein! Auf gar keinen Fall! Ganz sicher! Wir prosten uns zu und verschwinden in der Dunkelheit…

 

Pressebericht

Delligser Läufer beim Internationalen 100 Kilometer Lauf von Kienbaum am Start.

Kienbaum/Marktheide, ein kleiner Ort, ca. 20 Kilometer ostwärts von Berlin. In einem malerischen Waldstück gelegen ist es kaum vorstellbar, dass eine Millionenstadt in greifbarer Nähe ist. Aber das zeichnet Kienbaum nicht aus. Vielmehr liegt hier ein Bundesleistungszentrum, in dem sich internationale Topathleten auf Meisterschaften und olympische Spiele vorbereiten. Einmal im Jahr laden hier die Veranstalter Harri Schlegel und Gert Schlarbaum zum Internationalen 100 Kilometerlauf von Kienbaum ein. Dabei gehen Athleten aus Landeskadern, Nationalmannschaften und starke Ultralaufspezialisten an den Start. Die Zielzeit von 12 Stunden sorgt dafür, dass das Feld klein und überschaubar bleibt. Nachdem Thomas Knackstedt 2010 dort nach 80 Kilometern völlig erschöpft aus dem Rennen aussteigen musste, galt es in diesem Jahr eine Rechnung zu begleichen. Das geht natürlich am besten mit Unterstützung. So begleiteten Tewes Brandt und Jürgen Winkler den Delligser Lauftrainer nach Kienbaum.

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Jogi, Thomas und Tewes bei Kilometer 1.

 
Am 26. März, um 06.30 Uhr, gingen insgesamt 73 Läufer an den Start, um auf der 50 oder 100-Kilometerstrecke nach Bestzeiten zu jagen. 20 Mal galt es eine 5-Kilometer-Runde auf dem Gelände des Bundesleistungszentrums zu durchlaufen. Die Strecke war weitgehend asphaltiert. Ein Teilstück musste über Betonplatten gelaufen werden, ein weiterer, kleiner Abstecher ging über Waldboden. Für die drei Delligser ging es darum sich selbst zu beweisen. In diesem Feld von nationalen und regionalen Ultralaufgrößen gab es in der Endabrechnung keine Chance auf einen Siegerplatz.

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Der Trainer zur Hälfte des Rennens.

 
Jürgen Winkler hatte sich sehr viel vorgenommen. Er löste sich bereits nach einem Kilometer von Brandt und Knackstedt. Bei Kilometer 33 wurde Knackstedt von Winkler überrundet. Dann musste Jürgen Winkler das Tempo reduzieren, da muskuläre Probleme auftraten. Ab Kilometer 50 ging dann nichts mehr und der gute Delligser M50-Läufer gab das Rennen auf.

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Jogi schnell unterwegs. Da war die Welt noch in Ordnung.

 
Thomas Knackstedt hatte aus dem Rennabbruch von 2010 gelernt. Langsam und besonnen ging er das Rennen an. Nach 50 Kilometern zeigte die Uhr 4:56 Stunden an. Knackstedt konnte sein eingeschlagenes Tempo bis Kilometer 80 komplett aufrecht erhalten, ohne das er in Schwierigkeiten kam.

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Spiel mit der Perspektive. Tewes vom Blickwinkel der 3. Etage.

 

Dann legte er auf den letzten 20 Kilometern ein paar verschmerzbare Minuten auf die Endzeit dazu. Nach einem cleveren Rennen konnte der Delligser Trainer mit 50 Jahren seine Bestzeit aus dem Jahr 1999 um genau 20 Minuten verbessern und war mit diesem Ergebnis überglücklich. Er landete mit dieser Zeit auf Platz 22.

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Gleich geschafft! Thomas auf dem Weg in die letzte Runde.

 
Tewes Brandt lief seinen ersten 100-Kilometer-Lauf in Kienbaum. Sehr zurückhaltend und vorsichtig ging der Marathon-Top-Läufer aus der Hilsmulde den Ultra an. Nach 4:44 Stunden passierte er die 50-Kilometer-Marke. Genau wie Knackstedt macht er ab dort reichlich Plätze gut und wurde von keinem Läufer mehr überholt.

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Vom Läufer zum Unterstützer. Jogi feuert Tewes an.

 
Brandt schaffte es sogar, die zweite Hälfte fast exakt so schnell zu laufen wie die Erste. In der Endabrechnung war das Platz 16. Das lässt für spätere Starts im Ultrabereich hoffen.

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Glücklich, aber doch irgendwie erschöpft. Tewes im Ziel.

 
So war Kienbaum 2011 für die Delligser ein Lauf mit reichlich Licht und ein wenig Schatten. Brandt und Knackstedt freuten sich über ihre Erfolge, während Jürgen Winkler mit seinem „Laufschicksal“ an diesem Tage haderte. Gleichzeitig konnten die Hilsläufer feststellen, dass sie regional echte Größen sind, aber in solch einem Feld jedoch chancenlos an den Start gehen. Ganz nebenbei: Der Sieg beim 100-Kilometer-Lauf ging an Achim Zimmermann, in einer Wahnsinnszeit von 7:26 Stunden!

 
© Thomas Knackstedt

 

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Letztes Update dieser Seite: März 2012.
 

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