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Lauftreff: Run2Kill 2011

Nachricht vom 25.03.2011

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Bist Du ein Mädchen?

Na ja…vielleicht war das ein bisschen hart von mir. Aber mal ganz ehrlich: Jacke aus, Jacke an…so kenne ich Achim gar nicht.

Wir sind irgendwo zwischen Kilometer 145 und 150 beim Run2Kill. Den Berg hinauf bricht Achim der Schweiß aus und er muss aus der Jacke. Als wir über den Grat am Tosmarberg laufen höre ich plötzlich: „Jetzt wird es aber kalt. Gib mir mal die Jacke wieder.“ Ich erwidere: „Bist Du ein Mädchen oder was? Willst Du vielleicht noch ein Kind von mir?“ Achim lacht nur.

Mal ganz unter uns: So anstrengend ist das Laufen gar nicht! Was haben Mario und Achim mir da nur erzählt. 160 Kilometer durchs Hildesheimer Umland. Steigungen, Gefälle, keine Streckenmarkierungen, nur eine Handvoll Verpflegungspunkte und von allen möglichen Wegen, die man nutzen könnte immer nur die Schlechtesten. Also ich fühl mich ziemlich gut. Die Beine sind locker und das Tempo ist nicht der Rede wert. Okay…es kann daran liegen, dass ich Achim erst seit Streckenkilometer 130 begleite, aber ist das so ein Unterschied?

Hier kommt die Antwort: Ja! Ein gewaltiger. Ich habe selbst Erfahrung mit 100 Kilometer Läufen. Hin und wieder stelle ich mich dieser Aufgabe, aber niemals mit Motivation oder Begeisterung. Mehr als 7 Stunden laufen ist, jedenfalls wenn sie mich fragen, nur etwas für komplett „Verrückte“. Achim und Mario gehören dazu; in jedem Fall. Beide trainieren für den Mont-Blanc-Ultra-Trail, für den sie sich in diesem Jahr qualifizieren konnten. Die 160 Kilometer des Run2Kill sollen dafür als Formüberprüfung herhalten.

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Achim beim Stunt-Lauf unterwegs. Auch damals schon ganz weit vorn!

 
Mir ging es nach jedem Hunderter so schlecht, dass ich mir schwor: Das machst Du nie wieder! Wenn ich jetzt Achim vor mir laufen sehe, ziehe ich im Geiste den Hut. Wir sind, trotz schwierigstem Gelände, gut unterwegs und Achims Laufstil ist locker und rund. Nie im Leben würde ich diese Distanz schaffen. Schon gar nicht in dieser Zeit. Man muss nämlich dazu sagen, dass da wo wir sind, vorn ist. Sogar ziemlich weit vorn. Achim läuft noch nicht sehr lange bei uns. Man sieht ihm sein gnadenloses Talent auf der Langstrecke nicht unbedingt an. Ja…der Gute hat das, was man ein „kleines Bäuchlein“ nennen kann, und(wenn man Achim fragt) auch sagen darf. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher: Geht es über 100 Kilometer hinaus, liegt dort ein Kraftzentrum verborgen, dass keiner meiner anderen Läufer auf diesen langen Distanzen sein Eigen nennen darf.

Letztes Jahr gewann Achim den Sibbesser STUNT in einer Zeit von 19:13 Stunden. Das war ein gewaltiger Paukenschlag. Jetzt war also der Run2Kill, vom Hildesheimer Michael Neumann veranstaltet, an der Reihe. Wie habe ich vor zwei Wochen so schön zu meiner Frau gesagt: „Achim wird da alles in Grund und Boden rennen.“ Schön, wenn man seine Läufer kennt.

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Mario beim Ultralaufeinsatz 2010.

 

Am 25.02.2011, gegen 19 Uhr schickte Neumann ein Starterfeld von über 20 Läufern auf die Strecke. In der Dunkelheit, über Stock und Stein, setzte sich das Feld in Bewegung. Die Strecke ist lediglich mit fingernagelgroßen Reflektoren gekennzeichnet. Das ist in der Nacht gut zu sehen, am Tag jedoch fast unsichtbar. Zwei Runden, a’ 80 Kilometer sind zu laufen. Es geht von Neuhof aus durch den Hildesheimer Wald, dann über Sibbesse in die Sieben Berge und anschließend zurück über den Tosmarberg. Anspruchsvoll, profiliert, man könnte auch sagen Hammerhart ist diese Strecke. Hier gehen nur Spezialisten an den Start. Für den normalsterblichen Hobbyläufer ist ein Ankommen praktisch als unmöglich anzusehen.

Von Anfang an übernimmt Achim die Führung und er setzt sich schnell ab. Mario läuft in einer Dreiergruppe dahinter. Nach 80 Kilometern ist Achim ungefähr 50 Minuten vor dieser Gruppe. Mario läuft in der Verfolgergruppe erstaunlich schnell. Während meine Läufer sich bei kalten, aber ansonsten sehr guten Bedingungen durch den Wald quälen bereite ich mich zu Hause in einer von mehreren Tiefschlafphasen auf meinen morgigen Unterstützereinsatz vor. Würde ich tauschen? Niemals!

Am nächsten Morgen geht Achim um 07.24 Uhr in die zweite Sieben-Berge-Runde. Seine Frau Sonja begleitet ihn und Achims Abstand wird stündlich größer. Aus der Nähe von Wettensen erreicht mich Sonjas Anruf. Allein an ihrem Hecheln im Hörer merke ich schon, dass Achim gut unterwegs ist. Auf meine Frage: „Was ist mit Mario?“ erhalte ich die Antwort: „Keine Ahnung.“

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Mario bei der Entgegennahme der Urkunde.

 
Um 10.40 Uhr laufen Achim und Sonja in Sibbesse ein. Ich trabe ein Stück entgegen und stelle sofort fest: Achim sieht gut aus. Mittlerweile gibt es auch Nachricht von Mario. Der hat momentan einen gewaltigen Hänger und kommt kaum voran. Aber wir wissen mittlerweile alle, dass sich das auch wieder ändern kann. Achim nimmt einen Teller Suppe und ein paar Riegel, dann geht es weiter.

Ich kenne die Gegend nur aus dem Autofenster und bin erstaunt, wie schön und interessant die Strecke ist. Achims Beine scheinen ein Eigenleben zu führen. Ich muss irgendwie an den Klassiker “So weit die Füße tragen” denken. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich den späteren Sieger begleite. Die letzten 30 Kilometer laufen wie von allein. Nur zum Schluss, auf den letzten 10 Kilometern, ist die Luft ein wenig raus. Was hier noch an schweren Steigungen kommt, gehen wir. Vom Kloster Marienrode aus geht es in den Schlussanstieg. Als wir den hinter uns haben, laufen wir ins Ziel. Achim hat die Strecke in 19:43 Stunden geschafft. Wahnsinn.

Auch Mario geht es mittlerweile wieder besser. Er wurde während des Laufs von seiner Frau Silvia unterstützt. Nach 23:30 Stunden beendet er das Rennen auf Platz 4. Michael Neumann drückt beiden Delligser Läufern für ihre Leistung den Run2Kill Knochen mit Widmung in die Hand. Diese Trophäe ist mindestens so ungewöhnlich wie der Lauf.

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Achim, Michael Neumann, und Mario im Zielbereich.

 
Im Ziel wird jedem Läufer klar, dass dieser Run2Kill, wie alle Ultraläufe, eigentlich kein Wettkampf gegen andere Gegner, sondern eine Herausforderung an das eigene Ich ist. Wer das schafft, darf berechtigt stolz auf sich sein. Ob das alles Sinn macht? Glauben sie mir, jeder Läufer wird ihnen darauf eine andere Antwort geben. Was bleibt ist eine außerordentliche körperliche Leistung und eine sportliche Herausforderung in wunderbarer freier Natur, die ihres Gleichen sucht. Und eines ist zum Schluss ganz sicher gewiss: Mich werden sie bei dieser Veranstaltung ganz bestimmt nicht am Start sehen!

 

© Thomas Knackstedt

 

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Letztes Update dieser Seite: März 2012.
 

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